Bræðr munu berjask*

(Bericht vom Dähnepokal)

Da ich in meiner eigenen Partie reichlich schwitzen musste, fällt der Bericht relativ sparsam aus.
Das hat die Losfee ja wieder richtig hingekriegt - im Viertelfinale wurden Philipp und Robin Keyser gegeneinander gelost. Es wurde schnell alles verschachtelt, das Gleichgewicht war nie in Gefahr. Das Blitzen entschied dann für Philipp.
Einen unerwarteten Knaller gab es dagegen bei Willner-Frobel. Der Professor ist für sein zweischneidiges Spiel bekannt, aber diesmal ging es auf Kosten seiner eigenen Königsstellung und der große Außenseiter Frobel schaffte es in die nächste Runde.
Bei Kuberczyk-Paul ergab ein Blick aufs Nachbarbrett eine weiße Mehrqualität. Selbst als alle anderen Partien längst beendet waren, dauerte es noch Stunden des Manövrierens, ehe sie sich dann auch durchsetzen konnte.
Schließlich meiner einer. Man sollte keine Eröffnungen spielen, die man nicht kann, nur leider kann ich überhaupt gar keine Eröffnungen. Die Stellung gegen Bildat war kurz vor dem Abschmieren. Mit letzter Kraft wurde unter Bauernopfer in ein Endspiel abgewickelt, was eigentlich auch auf lange Sicht perdü sein musste - aber plötzlich nahmen Turm und Springer den Weißen in die Zange, Entknoten war nicht mehr möglich und das Remis gesichert. Im Blitzen hat er nach eigener Aussage noch nie beim Dähnepokal gewonnen, es war auch diesmal so.
* "Brüder werden einander bekämpfen" - Völuspa-Edda

Hauke Reddmann