DER Knaller war zweifellos die 9/9 von Malte Colpe. Wie es frei nach Internet so heißt, relativators gonna relativate. Ca. 150 DWZ Vorsprung waren deutlich. Vor allem aber machten sich die Gegner alle selber tot. Nehmen wir mal einen Engine-Vorteil von 1 als spielentscheidend an, dann erhalten wir als Zugzahl: 15 17 21 16 47 8 11 15 und, äh, so 5? (Nimzo ist gewonnen für Schwarz :-) Der Vollhonk mit 8 war ich, aber jeder weiß, daß ich in allen Partien in der Eröffnung auf Verlust stehe :-) Nur Vorjahressieger Robin Keyser hielt längere Zeit durch, knickte aber im Endspiel ein. (DAS passiert mir fast nie :-) Fest steht: Gratulation an den neuen Hamburger Meister, der es endlich mal geschafft hat... aber bei der DEM werden Maltes Gegner nicht so freigebig sein! ;-)
Unerwartet (von der DWZ) war der K-Durchmarsch von Moritz Eidam - ich kenne jeden Schachspieler in HH, aber der war mir neu. Mit 24 ist er eher noch Jungspund und ausbaufähig, mal sehen, wie er sich nächstes Jahr in der M macht. Auf jeden Fall Gratulation vom kleinen Wilhelmsburg nach dem kleinen Bergstedt!
Bemerkenswert, daß Martina Gerdts trotz eines unvermeidbaren Kampflosen (und daß ihr "Endgegner" einen ebensolchen eintütete) die A-Gruppe gewann. Auch von der DWZ her war das nicht zu erwarten.
Die letzte (B-)Gruppe war in der Hinsicht eine Wundertüte, Spreads von 500 (und eine ebensogroße Unsicherheit, wie "real" die Zahl ist :-) machten Vorhersagen unmöglich. Aber wie heißt es so schön, Gewinner (Michael Koop) gewinnen immer verdient.
Als letztes geht wie immer der Dank an das Orgateam mit Hendrik als grauer Eminenz und Hugo+Axel als Schiris sowie vielen kleinen Fleißmeisen, die beim Aufbau mitgeholfen haben.

Und weil ich wie ein Lauch gespielt habe, gibt es zum Abschied eine kleine Knobelaufgabe in grün und hohl :-) Matt in 3 Zügen!
Leerraum unten oder alles mit CTRL-A markieren zum Entspoilern:
1.Lc4! Kc8 2.La6+ Kd8 3.Le7#
Hauke Reddmann