Die M: Soviel also zu HRs Idee, das Metagame zu metametagamen. Nice try, aber so funktionieren
Prognosen in diesem bescheuerten Universum leider nicht...Zur Strafe verlor er nicht nur gegen
Keyser und behielt zur Abwechsung recht - er bekam in der Tabelle sogar noch einen Punkt abgezogen :-)
(Fehler ist bereits korrigiert.) Anyway. Es ist immer noch spannend, aber die Feinwertung spricht
jedenfalls für Keyser und gegen Bracker. Aus dem gleichen Grund sollte es unmöglich sein,
daß die beiden 5er noch Meister werden können.
Ähnliches gilt in der K. Sell hat nun 7/8 und müsste a) verlieren, b) extremes
Feinwertungspech haben, um noch von Becker überholt zu werden. Da in der M aber Schweizer System
gespielt wird, ist es zumindest theoretisch möglich.
In der A wurde Kellner höchst unsanft ausgebremst, gleich vier Verfolger warten
auf einen weiteren Ausrutscher in Runde 7. Er hat es selbst in der Hand.
In Gruppe B ist schon alles entschieden - die Verfolger nahmen sich die Punkte
gegenseitig weg und Wereida (SKJE) ist mit einer Kurzpartie (s.u). uneinholbar davongezogen.
Wereida-Tockhorn, B 6.
1. e4 e5 2. Sc3 Sf6 3. f4 Die Wiener Partie. Wer hier nimmt, dessen König ist alsbald ein armes Würstchen :P
Richtig ist allein 3...d5. 3...exf4 4. e5 De7 Macht es nur noch schlimmer, da der Springer sich
nach dem Gegenzug eh verpfeifen muss und noch ein Tempogewinn Sd5 dräut. 5. De2 Sg8 6. Sf3 d6
Da ist es schon passiert. Daß der "beste" Zug hier De6 ist, sagt schon alles. 7. Sd5 Dd7 8. exd6+ Le7 9. Sxc7+ Kd8
10. dxe7+ Oh weh, es wird ein ganzer Turm. Wobei der Springer a8 schon "a fonds perdu" gebucht wurde.
10...Sxe7 11. Sxa8 b6 12. Dd3 1-0 Die Damen werden getauscht, aus die Maus. So grauenhaft geht
eigentlich nur HR in der Eröffnung ein, allerdings Eröffnungsfallen wie diese - die kennt er alle :-)
Hauke Reddmann