4. Runde OL NN

Danish Dynamite

Übrigens hatte HSK 1 auch in der heutigen Runde Pech - 3:5.
Nun aber zum Großkampftag bei SKJE. Zu Gast waren Preetz mit ihrem von der geographischen Lage einfach zu besorgenden Danish Dynamite (wobei, Ove gilt ja schon fast als Deutscher, so lange ich ihn schon sehe). Dazu dann noch in der LL die Vierte des HSK. Von den DWZ her versprachen das beides knappe Sachen zu werden. HR schiedste die Oberliga.
Die ersten vier Partien waren schon nach 2 Stunden beendet, wobei es nicht den Hauch eines Vorteils zu vermelden gab. Dann wurde es aber dramatisch. Ove verlor den Faden, wie er sagte (und zwar exakt da, wo HR es vermutete und die Engine bestätigte - mit a4 fingen die Leiden an, erst pieks, dann aber mehr und mehr autsch). Fast im Gegenzug wurde es vogelwild. Das Bauernopfer von Weiß hieß die Engine noch gut, hätte aber sogleich mit d4 statt Lb2 ein weiteres (nur temporäres) nachgelegt. So gab es ein riesiges taktisches Durcheinander und am Ende hatte Weiß unglaubliches Stellungspech. 3:3.
An Brett 7 war der Sieg von Preetz schon lange abzusehen, mit der Rochade hatte der schwarze König sich in Unsicherheit gebracht (jetzt wisst ihr auch, warum HR seinen immer in der Mitte stehen lässt - da hat er mehr Fluchtmöglichkeiten :-) und den Bh2 gierig mitzunehmen war 1 offene Linie zuviel. Der König überlebte nur um den Preis eines klar verlorenen Endspiels.
Jetzt hing alles an der letzten Partie. Die dauerte und dauerte. Schon in der Eröffnung hatte der Preetzer die Qualle für einen Bauern gespuckt, weil er sonst für den Bauern mit starkem Entwicklungsrückstand lange hätte leiden müssen (die Engine, von Natur aus Maso, hält garnix davon, nimmt ungerührt mit und leidet). Schwarz fand aber keine zündende Idee, spuckte einen weiteren Bauern hinterher, um die Stellung zu vereinfachen und das lästige Läuferpaar zu halbieren. Damit war nun gar kein Staat zu machen und am Ende musste er sogar noch über das Remis froh sein. 4.5:3.5 für Preetz!
Immer noch nicht zuende war der andere Kampf, der Sieg des HSKlers nützte aber nichts mehr, SKJE II gewann haarscharf 4.5:3.5. Der Mannschaftspunkt könnte z.B. hier abhanden gekommen sein. Enxing-Schellhorn:

1...Td3!? war nur ein Trick, den Weiß mit 2.Dxe4 ignorierte (Sxd3 ist nicht ratsam). Nach 2...Td2+ 3.Kg1 Tff2? 4.Dxc6 Tf1+ 5.Kh2 sah sich Schwarz komplett angeschmiert, da das geplante T8f2 leider kein Matt ist und 5...bxc6 6.Sd7+ ein Endspiel ergab, was er mit Ach und Krach remis hielt. Das geht doch besser...
In Weiß auf Weiß (zum Lesen den Leerraum unten mit der Maus markieren):
Einen direkten taktischen Brecher gibt es gar nicht. Also freie Auswahl, 1...Td2+ (mit dem gleichen Anschiß - auf Nehmen folgt e3+) ist am gemeinsten. Nach 2.Kg1 muss man halt nur noch das Endspiel nach Damentausch und Txb2 gewinnen...

Hauke Reddmann