7. Runde LL

In die Suppe gespuckt

Gleich 2 Kämpfe der Landesliga fanden beim HSK statt: HSK V-Marmstorf und HSK IV-St. Pauli III. Wenn letztere beide Mannschaften noch vom Aufstieg geträumt haben, der ist nur noch rechnerisch für Marmstorf möglich: beide müssen noch gegen Tabellenführer Großhansdorf ran. Sowohl das 4:4 von Marmstorf als auch die 5.5-2.5-Niederlage der in diesem Jahr so verwöhnten St. Paulianer dürften dies gar nicht geschmeckt haben. Da ich den Marmstorfer Kampf kaum verfolgt habe, hier nur der Bericht von "meinem" Kampf.
Euer rasender Reporter wäre am liebsten gleich weiter zur HJEM U8/U10 weitergerast, da er nicht zu klonen ist, aber sein scherzhafter Vorschlag, doch alle nach 20 Zügen remis zu machen, wurde natürlich nicht befolgt :-) Außer an Brett 1, da war es schnell vorbei. Brett 4 schloss sich nach einer Weile an. Aber das war es mit der Friedfertigkeit.
An Brett 7 versenkte sich die HSK-Spielerin sauber selbst, bei so einem Entwicklungsrückstand einen Bauern zu erkombinieren, kann nicht gutgehen. (HRs spontane Idee 15.Sf5!! scheint gleichstark mit 15.Dg4! zu sein.)
Der HSK stellte aber den Gleichstand an Brett 3 sogleich wieder her - auch hier war jemand - nach einer Eröffnungsschlamperei der Not gehorchend, nicht dem Triebe - auf Bauernklau ausgegangen und landete in einem verlorenen Endspiel, s.u. Liebe Kinder: Nur Hauke darf ungestraft Bauern klauen. ;-)
Ein weiteres Remis an Brett 2 war gefühlsmäßig eher für den HSK verloren, aber heute lief alles für HSK 4 - die letzten drei Partien gingen alle an den HSK, mehr oder weniger mit ohrenbetäubender Suppe (Brett 8 hätte mit dem Quallenopfer gar nicht durchkommen dürfen, Brett 6 nicht unbedingt mit ihrem Bauernopfer, nur auf Brett 5 spielte St.Pauli ziemlich durchgehend ziemlichen Murks, der am Ende die Qualle kostete).


Goepfert-Meier, Weiß am Zug. 5.g3? kam sogar zwischen zwei GMs vor (so schlecht spielt sonst nur HR die Eröffnung :-)), Weiß steht bereits katastrophal. Also wenigstens 8.Sxe5, um möglichst viel ins Grab zu schicken. Aber wie ist jetzt die präzise Fortsetzung?
In Weiß auf Weiß (zum Lesen den Leerraum unten mit der Maus markieren):
8...Dd6! (8...dxc3 ist leichter Vorteil für Schwarz) 9.Da4+ (anders gleich Game Over) 9...Sbd7 10.Sxd7 (10.Sb5 Db4+, deutlich besser für Schwarz, da der Springer auf a8 festsitzen wird, ist einen Tick besser) 10...Lxd7 11.Sb5 Dc6 12.Tg1 a6 13.Da5 (13.Lg2 Dc8) 13...b6 14.Lg2 bxa5 (sogar Dxc4 geht) 15.Lxc6 Lb4+ 16.Ld2 Lxc6 17.Sc7+ Ke7 18.Lxb4+ axb4 19.Sxa8 Txa8. Der Qualm hat sich verzogen. Wenn Weiß den Bd4 qua Turmverdopplung eintüten könnte, wären die Aussichten nicht gar so trübe, doch leider deckt Schwarz in allen Varianten ihn rechtzeitig mit Se6, weil Se4 oder Sc5 durch Huftritt auf einen Turm ein wichtiges Tempo gewinnt.

Hauke Reddmann